Nicht ganz fertig: Die Dicke Dame. Gedacht einstmals als "Bahama-Nana", sollte
sie schokoladenfarben werden, mit Bikini. Stattdessen bekam sie den grauen wasserdichten
Überzug, der schon beim Elefanten versagte und noch eine echt leuchtende Straßenlaterne
in die Hand. Sie hat einen offenen Rücken (umgefallen) und steht überall im Wege rum...
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Arbeiten mit Pappmache - Kurzer Überblick
Die Pappmache-Objekte entstanden aus der Weiterentwicklung eines Schulprojekts.
In der 10. Klasse. Wir sollten zur Verschönerung der Schule beitragen -
und es entstand ein lebensgroßer Baby-Elefant. Die Sache machte Spaß und war
zusammen im Team auch nicht mühsam. Wir hatten Erfolg. Das Baby war überraschend
stabil und durchaus realistisch anzuschauen.
Später, in der Ödnis einer Vorstadtsiedlung, fiel mir dereinst sowas von
dermaßen die Decke auf den Kopf, daß ich die Durchführung einer selbstverordneten
therapeutischen Maßnahme beschloß. Ich wollte mir ein "dickes Fell"
antrainieren, sozusagen symbolisch. Und wieder sollte ein "Dickhäuter" aus Papier
und Kleister entstehen. Die Aktion dauerte erheblich länger als erwartet. Machte
aber Spaß. Über Monate stand eine Art Riesen-Mosquito im Wohnzimmer herum. ...
Entwicklungsstadien
* seltsames Gebilde auf vier Holzbeinen,
* Riesen-Mosquito-Phase (die Ohren standen zu sehr ab und sahen aus wie Flügel,
dazu der Rüssel und die dünnen Holzstab-Beine),
* Babyelefantenskelett und irgendwann, endlich, die richtigen Fragen:
* "Wird das ein Elefant?" (Ja, Ignoranten!)
Zwischenzeitlich kaufte ich als Vorlage
ein Gummitier der Firma Schleich, weil sich Fotos von Dickhäutern als nicht tauglich
für mein räumliches Vorstellungsvermögen erwiesen. Ich glaube, das war in der Mosquito-Phase.
Schleich-Gummitiere sind übrigens exzellente Vorlagen für jede Art von Pappmache-Tieren.
Kurz das Arbeitsprinzip erläutert, es ist recht einfach und nicht teuer.
Man recycelt leichte, volumenbringende Müllelemente - von der Plastikflasche bis
zum Gartenschlauch. Dann braucht man viel Kleister, noch mehr Zeitungen und enorm viel Geduld.
Pappmache ist ein billiges, bei großen Projekten allerdings sehr zeitintensives Hobby.
Am Ende hat man eine Menge Schleichtiere im Regal stehen, weil man so begeistert Okapis,
Warane oder ausgewachsene Shire Horses nachbauen will - realistisch gesehen aber nur
maximal einen Blauwal pro Jahr schafft.
Was die Workshops anbelangt ... Der Kinder-Kurs war anstrengend.
Aus dem Selbsthilfe-Workshop gegen Eßstörungen entstanden die "Dicken Damen".
Aber: keine großen Objekte für Kinder - hier würde ich immer eher kleine Objekte nehmen.
Die Großen Skulpturen dauern zu lange, dafür reicht bei den Kids die Geduld und bei mir die
pädagogische Begeisterung nicht.
Hinterher muß jeweils mit 'ner Stunde Aufräumarbeiten gerechnet werden. Aber ... Kleister
ist super auswaschbar. Muttis und die 1% zuhause waschenden Väter sind dankbar.
Zur Vorgehensweise siehe PDF, hierin finden sich alle Details, ein paar kleine "Papiertricks",
welchen Kleister wie anrühren, welches Papier, wieviel Schichten Pappe auf einmal,
wie Volumen schaffen, wie Stabilität ... Bei Bedarf einfach fragen, ich helfe gerne :-)
! Snail Mail benutzen, Postkarte oder so. E-Mails dauern bei mir länger, weil ich selten reinschaue.
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